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Aktuelles aus dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Bonner Busnetz startetneu

Zum Fahrplanwechsel am 14.12. startet in Bonn das neue Busnetz. Es soll einfacher, kundenfreundlicher und übersichtlicher sein, da etliche Linien zusammengefasst werden. Hierbei reduziert sich die Anzahl der Buslinien von 45 auf 41. 16 Routen werden hierbei die Hauptlinien sein. Durch die Optimierung der Abfahrtszeiten sollen viele Verbindungen verbessert und der Platzbedarf am ZOB verringert werden. Die neuen Fahrpläne und weitere Informationen gibt es unter www.bonner-busnetz.de/
(Clemens Kistinger, 21.11.2008)

Umbau von Bushaltestellen in Bonn

Auf Grund der Vorbereitungen für das neue Busnetz mit Start am 14. Dezember 2008 baut die Stadt Bonn momentan verstärkt Haltestellen für Gelenkbusse um.
Betroffen sind folgende Haltestellen:
- Behindertengerechter Umbau der Haltestelle "Luisenstraße" in Fahrtrichtung Venusberg
- Rückbau der Mittelinsel in der Wendeanlage im Gudenauer Weg
- Verlängerung der Bushaltestelle "Waldau"
- Anpassung des Kurvenradius Kopenhagener Straße/Pariser Straße
- Verlängerung der Haltestelle "Ückesdorfer Gymnasium" in Fahrtrichtung Ückesdorf Kirche
- Bau von zwei neuen Haltestellen "Kölnstraße/Friedlandstraße"
- Bau von zwei neuen Haltestellen "Marie-Curie-Straße" als Ersatz für die Haltestellen "Bredowstraße" auf dem Brüser Damm
- Bau einer neuen Haltestelle "Meitnerstraße" in Fahrtrichtung Sportpark Pennenfeld auf der Mallwitzstraße.
- Bau einer neuen Haltestelle "Johannesstraße" in Fahrtrichtung Galileistraße auf der Albertus-Magnus-Straße
- Bau einer neuen Haltestelle "Gewerbepark Buschdorf" auf der Otto-Hahn-Straße
- Fahrbahnaufweitung auf der Kölnstraße im Bereich der Einmündung der Otto-Hahn-Straße.
(Clemens Kistinger, 04.11.2008)

Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr durch die Gemeinde Morsbach

In der Nacht auf Mittwoch, den 15. Oktober wurde am Haltepunkt Kömpel auf der Wiehltalbahn ein Rammbock ins Gleis geschraubt. Ein Augenzeuge berichtete, daß ein Bautrupp der Gemeinde Morsbach dafür verantwortlich gewesen sei. "Wer ein Hindernis an einer unübersichtlichen Stelle fest an den Schienen verankert ohne den Betreiber der Bahnstrecke davon zu unterrichten, nimmt in Kauf, daß bei einem Unfall Personen zu schaden kommen" so Walter Zienow von der Rhein-Sieg-Eisenbahn. "Nach Rücksprache mit der Landeseisenbahnaufsicht haben wir Strafanzeige gegen die Gemeinde Morsbach gestellt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr." Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr wird mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft (§315 StGB).

Entscheidend ist, daß ein üblicher Rammbock flexibel ist, falls ein Zug davorfährt, fängt er den Stoß auf und verschiebt sich nach hinten. Die primitiv wirkende Konstruktion der Gemeinde Morsbach ist allerdings ins Gleis verschraubt, so daß es bei einem auffahrenden Zug zu einem schweren Unfall gekommen wäre. Die Rhein-Sieg-Eisenbahn ist das die Strecke betreibende Eisenbahninfrastrukturunternehmen, kann ihre Verpflichtungen aber derzeit nicht voll ausüben, da die Gemeinde Morsbach sich weigert, die Unterlagen etwa über die Brücken und den 786 Meter langen Kömpeler Tunnel herauszugeben.

Olaf Hof fotographierte den Rammbock einmal einzeln und einmal mit einem davorstehenden Bauzug.

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Update::
Die Gemeine Morsbach hielt es bisher nicht für nötig, auf unsere Anfrage zu antworten. Gegenüber der Zeitung "Kölnische Rundschau" teilte der Bürgermeister mit, dass er den Prellbock aus Gründen der Betriebssicherheit aufstellen lassen habe. Von einem Viadukt habe sich ein Stein gelöst und ein Auto beschädigt. Den Schaden haben die Versicherung der Gemeinde tragen müssen. Um weitere solche Fälle zu vermeiden, habe man die Strecke daher gesperrt.
(Stefan Hennigfeld, 17.10.2008)

DB Heidekrautbahn geht mit 442ern auf den Rhein-Sieg-Expreß

Am 12. Dezember 2010 übernimmt die DB Heidekrautbahn GmbH den Rhein-Sieg-Expreß von Aachen über Köln nach Siegen von der DB Regio NRW GmbH. Der Vorstand der DB Mobility-Logistics AG plant damit, den Konzerntarifvertrag für die Beschäftigten zu umgehen, wogegen die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer gerichtliche Schritte angekündigt hat. Transnet und GDBA äußerten sich dazu genauso wenig wie Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Trotz allem ist jetzt aber klar, welche Fahrzeuge auf der Regionalexpreß-Linie 9 zum Einsatz kommen werden: Insgesamt 15 neu gebaute Elektrotriebzüge der Baureihe 442 werden beschafft, ingesamt werden 60 Millionen Euro investiert. Die auch unter dem Namen "E-Talent 2" bekannten Fahrzeuge erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160km/h, die sie allerdings nur zwischen Aachen und Köln ausfahren werden. Weiterhin gibt es rollstuhlgerechte Türen (die allerdings nicht unbedingt immer den teilweise sehr geringen Bahnsteighöhen entsprechen werden), energiesparende Klimaanlagen, Videoüberwachung, rollstuhlgerechte Toiletten und Mehrzweckabteile für Fahrräder, Rollstühle, Kinderwagen und Gepäck. Konkret handelt es sich bei den 15 Fahrzeugen drei Dreiteiler, zehn Vierteiler und zwei Fünfteiler.
(Stefan Hennigfeld, 02.10.2008)

Neukunden für Handyticket werben und 5 Euro Guthaben bekommen

Für jeden geworbenen Neukunden für das Handyticket schreibt der VRS dem Werber ab sofort 5 Euro Guthaben auf das Handyticket-Konto gut.
Die Aktion läuft bis Jahresende und soll dafür sorgen, dass weitere Kunden das Angebot nutzen.
Der Geworbene muss erst einen Umsatz von 15 € erreichen, bevor die Gutschrift der Prämie erfolgen kann, deren Buchung bis zu 4 Wochen dauern kann.
Weitere Informationen
(Clemens Kistinger, 01.10.2008)

SWB installieren neue Fahrgastinformationsanlagen

Die Fahrgast-Informationsanzeigen an den Bahnhaltestellen im Tunnelbereich zwischen „Wurzerstraße“ und „Bad Godesberg Stadthalle“ werden ab Mitte Oktober modernisiert. Aus diesem Grund stehen Fahrgästen dort bis voraussichtlich Mitte November keine Kundeninformationen, auch nicht in akustischer Form, zur Verfügung. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden die Anzeigen zwischen den Bahnhaltestellen „Heussallee/Museumsmeile“ und „Bonn West“ bis voraussichtlich März 2009 ausgetauscht.

Die Fahrgast-Anzeigen in diesen Streckenbereichen werden in das bereits bestehende Dynamische Fahrgast-Informations-System (DFI) integriert. Das alte System, das Kunden an den Bahnsteigen nur kurz vor Eintreffen der Bahn über die Ankunft und die Linie informiert, wird komplett ersetzt. "Mit den neuen Anzeigen erhöht sich die Qualität der Kundeninformation durch die errechneten Abfahrtszeiten und zusätzlichen Informationsmöglichkeiten an den neuen Anzeigen", erklärt Projektingenieur Friedrich-Jörn Zauner. Die Umbauphase wird so kurz wie möglich gehalten, da Fahrgäste in diesen Streckenabschnitten während der Modernisierungsarbeiten nicht informiert werden können.

Das neue System wird Kunden dann detaillierter über Abfahrtszeiten und aktuelle Betriebsereignisse informieren. Die Anzeigen erhalten außerdem neue Uhren mit energieeffizienter LED-Hintergrundbeleuchtung. Das neue Informationssystem ist gekoppelt an die Betriebsleitstelle, an die zentrale Zuglenkung und an die Fahrplanprogrammierung. Es errechnet aus allen vorliegenden Daten Prognosen über die Abfahrt der Bahnen an den einzelnen Haltestellen und über eventuelle Verspätungen.

Mitarbeiter der SWB Bus und Bahn müssen bis zur endgültigen Umstellung auf ein den gesamten Betrieb umfassendes Informationssystem, dem ITCS, aber noch immer verschiedene Daten per Hand einpflegen. Erst mit dem ITCS werden Kunden weitgehend automatisiert über die Fahrgast-Informationsanzeigen informiert. Wenn diese jetzt bis März 2009 im Tunnel modernisiert sind, besitzen alle Straßenbahn-und Stadtbahnhaltestellen im SWB-Netz eine einheitliche Dynamische Fahrgastinformation. Der nächste Qualitätssprung beim Prognoseverhalten wird dann nach der Einbindung des gesamten Bahnverkehrs mit dem Aufbau des ITCS erfolgen. ITCS steht für Intermodal Transport Control System – auf Deutsch „Intermodales Transport- und Steuerungssystem". Es wird einschneidende Veränderungen und Verbesserungen im Betriebsablauf von SWB Bus und Bahn mit sich bringen. "Dieses übergreifende System soll künftig vor allem dazu dienen, die Kommunikation und Information aller Kunden des Bonner Nahverkehrsunternehmens zu verbessern", erklärt Heinz Jürgen Reining, Geschäftsführer der SWB Bus und Bahn. "ITCS wird eine Art Daten- und Informationsumschlagplatz von SWB Bus und Bahn."

Kernstück wird ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem sein. Daten aller Prozesse im Betrieb, angefangen von der Zugleittechnik, der Fahrzeugdisposition, dem Fahrgastzahlerfassungssystem bis hin zu den Ticketsystemen, werden erfasst, ausgewertet und damit letztlich verbessert. Alle diese unzähligen Daten muss das ITCS aufnehmen und weiterverarbeiten können.

Voraussichtlich ab Frühjahr 2010 werden dann auch ausgewählte Bus-Haltestellen mit modernen Fahrgast-Informationsanzeigen ausgerüstet und anschließend die Busse in das ITCS integriert.
(Clemens Kistinger, 01.10.2008)

Rollout des Desiro ML

Bild zum BeitragAm heutigen Freitag, den 26. September 2008, wurde auf dem Siemens-Prüfring in Wegberg-Wildenrath der Rollout des Desiro ML für die Mittelrheinbahn vollzogen. 17 dieser Züge werden momentan von Siemens für Angel Trains Europa gefertigt, die diese dann an die trans regio verleihen. Die trans regio gewann die Ausschreibung für die Strecken Köln-Bonn-Koblenz und Koblenz-Mainz und betreibt diese Linien ab dem 14. Dezember dieses Jahres mit den neuen 2.600 kW starken und 160 km/h schnellen Fahrzeugen. Der Rollout der ersten Fahrzeuge wurde gemeinsam mit den beteiligten Zweckverbänden (VRS,SPNV Nord und SPNV Süd), Angel Trains und transregio durchgeführt.
Der Desiro ML bietet 252 Sitzplätze, davon 8 in der ersten Klasse und 261 Stehplätze, ist 70,9 Meter lang und wiegt leer 133 Tonnen. Außerdem verfügt er über eine Vollklimatisierung, eine Fahrgastinformationsanlage, eine Videoüberwachung und Einstiegshilfen.
In den Reden des Staatssekretärs im Verkehrsministerium, des Geschäftsführers der trans regio, dem Executive Director bei Angel Trains Europe und des CEO Rolling Stock von Siemens wurde klar, dass die Landesregierung jährlich 1,4 Milliarden Euro in den SPNV investiert. Des weiteren zeigte sich eine gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Firmen. Aktuell sind die Werkstatthalle, das Callcenter und die Leitstelle bei trans regio im Aufbau, während die fünfzig Triebfahrzeugführer bei Siemens ausgebildet werden. trans regio will sich auch in Zukunft auf weitere Strecken in NRW bewerben. Siemens wird die Fahrzeuge im laufenden Betrieb und in der Werkstatt warten, ebenso wird Siemens in Remagen ein Zugdeckungssignal bauen. Angel Trains arbeitet gerne mit Siemens und trans regio zusammen, so sind die RegioShuttle der trans regio in den Besitz der Angel Trains Europe übergegangen und es wurde ein Rahmenvertrag über 100 Desiro ML mit Siemens geschlossen. Alle Beteiligten waren mit der Zusammenarbeit untereinander merklich zufrieden.
Aktuell läuft das Zulassungsverfahren beim Eisenbahnbundesamt, die noch fehlenden Fahrzeuge werden in den kommenden Wochen fertiggestellt und an die Firmen übergeben.
Nach den Reden fand die Präsentation des Fahrzeuges statt, anschließend gab es die Gelegehenheit auf dem großen Testring unter bengalischem Feuer die zweite fertige Einheit zu begrüßen und diese von innen und außen zu bestaunen. Im Rahmen der Möglichkeiten wurden außerdem Fahrstunden auf dem Zug angeboten, die regen Zuspruch fanden.
BahnInfo gratuliert recht herzlich zum Rollout

Weitere Bilder werden in den nächsten Tagen verfügbar sein
(Clemens Kistinger, 26.09.2008)

VRS hebt Preise zum Jahreswechsel an

Die Zweckverbandsversammlung des VRS hat am 25. September entschieden, dass die Ticketpreise zum 1. Januar 2009 um 2,9 Prozent und zum Jahreswechsel auf 2010 nochmals um 3,0 Prozent steigen werden. Die genauen Anpassungen der einzelnen Tickets werden nun erarbeitet werden.
Die Entscheidung erfolgte mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen der Grünen-Fraktion. CDU und SPD stimmten für die durchschnittliche Preisanpassung.
Ziel dieser Erhöhung ist die 50prozentige Deckung der Kosten durch die Fahrkartenerlöse, die voraussichtlich 2010 erreicht sein wird.
Des weiteren beschloss das Gremium, dass im Rahmen der Harmonisierung zukünftige Tarifanpassungen jeweils zum 1. August erfolgen sollen, wie es in NRW Standard ist.
(Clemens Kistinger, 25.09.2008)

Kaller Erklärung gegen Gewalt und Vandalismus

Die kommunalen Verkehrsbetriebe im Bereich des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) verzeichnen eine steigende Anzahl von Übergriffen auf Fahrgäste und auf eigenes Personal, insbesondere auf Fahrerinnen und Fahrer sowie auf den Fahrausweisprüfdienst. Die Unternehmen wollen jetzt gemeinsame Strategien zum Schutz der Fahrgäste und der Mitarbeiter entwickeln.

Die Gewaltbereitschaft ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Dabei haben die Verkehrsunternehmen bereits vielfältige Maßnahmen ergriffen, um Gewalt und Vandalismus vorzubeugen. Neben dem Einsatz von eigenem Service- und Sicherheitspersonal finden beispielsweise auch Personalschulungen zu Deeskalation und Konfliktbewältigung statt. Die SchulScouts der RVK und die Polizei leisten bereits in den Schulen Präventionsarbeit gegen Gewalt. Dazu zählt auch die Ausbildung zu Buspaten und Fahrzeugbegleitern.

Um die Effizienz der einzelnen Maßnahmen zu steigern, haben die kommunalen Unternehmen Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB), Stadtwerke Bonn Verkehrs GmbH (SWBV), Oberbergische Verkehrs AG (OVAG), Kraftverkehr Wupper-Sieg AG (KWS) und Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mbH (RSVG) in einem Spitzengespräch in Kall/Eifel vereinbart, ihre Aktivitäten zu bündeln und gemeinsame Strategien zum Schutz der Fahrgäste und der Mitarbeiter zu entwickeln.

Dabei können die Ressourcen in den einzelnen Verkehrsunternehmen übergreifend genutzt werden. Dies zeigt sich zum Beispiel bei gemeinsamen Einsätzen zur Begleitung von Fahrzeugen und bei Schwerpunktkontrollen. Mittelfristig sollen gemeinsame Sicherheits- und Service-Standards formuliert werden.

In regelmäßigen Treffen der verantwortlichen Fachleute der Verkehrsunternehmen werden die gemeinsamen Aktivitäten und Maßnahmen abgestimmt und realisiert. Ebenso soll eine auswertbare Gewalt- und Vandalismusstatistik initiiert werden, aus der Schwerpunktbereiche leichter zu identifizieren sind.

Die bisherige gute Zusammenarbeit mit den lokalen Polizeibehörden und den kommunalen Ordnungsämtern soll noch weiter verstärkt werden. Gemeinsame Lagebilder und Aktivitäten tragen dazu bei, bestehende Probleme einzudämmen und neue Brennpunktbereiche zu vermeiden.
(Clemens Kistinger, 24.09.2008)

VeRSiert gestart

Ein jetzt gestartetes Forschungsprojekt soll helfen, die Sicherheit bei Großveranstaltungen in der Region weiter zu verbessern. Gemeinsam mit der Stadt Köln und den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) konnte die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Sicherheitsprojekt „VeRSiert" nach Köln holen.

„VeRSiert" zielt darauf ab, bei Großveranstaltungen durch eine optimierte Vernetzung von Verkehrsgesellschaften, Einsatzkräften, Veranstaltern und Fahrgästen die Sicherheit insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr zu erhöhen.

„Gerade der Nahverkehr im Rheinland steht im Hinblick auf die Sicherheit im Umfeld von Großveranstaltungen vor großen Herausforderungen", erklärt Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer des NVR. „Denn Großveranstaltungen verschiedenster Art nehmen hier in ihrer Anzahl und Bedeutung ständig zu. Außerdem wächst die Mobilität der Menschen permanent. Deshalb sind innovative Ansätze beim vernetzten Verkehrsmanagement das Gebot der Stunde. Diese", betont Reinkober, „lassen sich nur gemeinsam entwickeln und meistern." Der reiche Erfahrungsschatz der KVB und der Stadt Köln bezüglich des Managements von Großveranstaltungen war mit ausschlaggebend für die Projektbewilligung durch das Bundesministerium.

So soll im Rahmen des dreijährigen Projektes am Beispiel der Stadt Köln die Vernetzung zwischen Verwaltung, Verkehrsbetrieben, Veranstaltern und Einsatzkräften bei Planung und Durchführung von Großveranstaltungen verbessert werden, um Besucher/innen – insbesondere bei der An- und Abreise mit Bus und Bahn – größtmögliche Sicherheit zu bieten.

Gefahrenprävention durch optimierte Abläufe steht dabei im Vordergrund. Doch auch in Krisensituationen sollen Besucher/innen geschützt werden, indem Notlagen frühzeitig erkannt und Einsätze bestmöglich koordiniert werden.

Ziel des Forschungsprojektes ist es herauszufinden, wie Mobiltelefone und andere mobile Kommunikationsgeräte für Gefahren- und Hinweismeldungen genutzt werden können. Zudem werden zahlreiche anonymisierte Videoanalysen und Simulationen Erkenntnisse liefern, wie sich Menschenströme im Normalfall, im Gedränge sowie in Panik verhalten.

Die Forschungsergebnisse sollen schließlich in eine veranstaltungsspezifische Wissensdatenbank einfließen, die dann auch für andere Städte und Regionen nutzbar ist.

Das bis Mitte 2011 laufende Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit" als Teil der sogenannten „High-Tech-Strategie" der Bundesregierung mit 2,7 Mio. Euro gefördert. Weiterführende Informationen zu „VeRSiert" und den beteiligten Projektpartnern finden sich unter www.versiert.info im Internet.

Übrigens: "VeRSiert" steht für „Vernetzung von Nahverkehrsgesellschaften, Einsatzkräften, Veranstaltern und Fahrgästen für Sicherheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bei Großveranstaltungen".
(Clemens Kistinger, 24.09.2008)

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