Aktuelle Meldungen aus dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund
[ BahnInfo-Spezial: Der Bahnhof Halle-Neustadt ]
Wasserturm am Hallenser Hauptbahnhof nach 120 Jahren saniert
Deutsche Bahn, Stadt Halle (Saale) und Burg Giebichenstein schufen originellen Werbeträger
(Leipzig/Halle (Saale), 29. Oktober 2008) Auf nicht alltägliche Weise werden Bahnreisende künftig schon bei der Ankunft am Halleschen Hauptbahnhof auf eine Attraktion der Saalestadt aufmerksam gemacht: „Weithin sichtbar und nachts beleuchtet, werben Tierfiguren und der Schriftzug »ZOO HALLE« für einen Besuch des schönsten Bergzoos Deutschlands. Eine Wetterfahne weist den Besuchern noch dazu die Himmelsrichtung. Städtebaulich ein Akzent, der das Quartier um den Riebeckplatz wieder ein Stück attraktiver macht“, freut sich Dagmar Szabados, Oberbürgermeisterin der Stadt Halle (Saale). „Seit Jahren suchen wir nach Lösungen, wie dieses technische Denkmal wieder einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden kann. Und nun sind wir froh, mit der Stadt und dem Zoo diese originelle Lösung gefunden zu haben“, ergänzt Jobst Paul, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Sachsen-Anhalt.
Gemeinsam haben die Deutsche Bahn und die Stadt Halle (Saale) Ideen für eine Nutzung dieses für die Abwicklung des Bahnverkehrs nicht mehr notwendigen Bauwerkes entwickelt. Nach einem Entwurf von Helmut Brade, Professor für Kommunikationsdesign an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst und Design Halle, wurde der Wasserturm zum Werbeträger für den Bergzoo umgestaltet.
Der 1890 errichtete Wasserturm dient seit 1987 nicht mehr der Wasserversorgung. Als städtebaulich markantes Bauwerk wurde er 1991 in die Denkmalliste der Stadt Halle (Saale) aufgenommen, erfüllte jedoch keine Funktion mehr. Das Denkmal am Hauptbahnhof hat eine Höhe von 16 Metern. Der kugelförmige Wasserbehälter aus Stahl hat einen Durchmesser von 7,25 Metern und ruht auf einem Unterbau aus Klinkermauerwerk. Sein Fassungsvermögen betrug 200 Kubikmeter Wasser, welches für die Versorgung von Dampflokomotiven benötigt wurde.
PI DB
Mitteldeutsche Regiobahn startet in Leipzig - ab Dezember auf der RB 118
Veolia Verkehr kommt mit neuer Marke in den Großraum Leipzig
Leipzig, 20. Oktober 2008. Mit Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 fällt der Startschuss für eine neue Marke – die Mitteldeutsche Regiobahn. Veolia Verkehr betreibt unter diesem Namen dann, neben der bekannten Linie von Leipzig Hbf nach Geithain, zusätzlich Teilleistungen auf der Strecke von Halle (Saale) über Delitzsch bis nach Eilenburg (MRB 118).
„Die Marke Mitteldeutsche Regiobahn wollen wir dauerhaft etablieren. Sie ist für alle Aktivitäten in der Region nutzbar und da haben wir große Ziele“, so Andreas Trillmich, Leiter der Region Nord-Ost der Veolia Verkehr GmbH. Für den einheitlichen Auftritt wird zum 14. Dezember auch die Strecke Leipzig-Geithain (zukünftig MRB 113), die bisher unter der Marke HarzElbeExpress (HEX) betrieben wird, in die Mitteldeutsche Regiobahn integriert.
Im Dezember 2009 kommen weitere sechs Strecken hinzu. Bis zunächst 2011, dem Fertigstellungsdatum des Leipziger Citytunnels, wird die Mitteldeutsche Regiobahn insgesamt acht Strecken betreiben. Dies sind die Verbindungen: Leipzig Hbf–Flughafen Leipzig/Halle, Leipzig Hbf–Torgau, Leipzig Hbf–Delitzsch, Leipzig Hbf–Borna, Leipzig Hbf–Geithain (über Borna), Leipzig Hbf–Wurzen, Halle–Eilenburg und Leipzig Hbf–Geithain (über Bad Lausick).
Preise und Fahrzeiten bleiben gleich, es gilt der Tarif des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes, MDV. Zum Einsatz kommen im gesamten Netz 20 Regio-Shuttle. „Bei der Ausstattung dieser Fahrzeuge hatten wir wenige Wahlmöglichkeiten, wir mussten uns auf dem Gebrauchtwarenmarkt bedienen. In der Kürze der Zeit standen keine anderen Fahrzeuge zur Verfügung. Dafür bieten wir deutlich mehr Service“, so Andreas Trillmich. Die Mitteldeutsche Regiobahn garantiert eine 100-prozentige Kundenbetreuerquote. Das heißt, in jedem Zug gibt es einen Kundenbetreuer, der den Fahrgästen beim Ein- und Aussteigen helfen kann, Fahrkarten am Platz verkauft und für Auskünfte zur Verfügung steht.
Andreas Trillmich betont: „Wir wollen zeigen, dass wir ein guter Partner für den Schienenpersonenverkehr im Großraum Leipzig sind. Das haben wir bereits auf der Strecke Leipzig-Geithain unter Beweis gestellt. Unser gutes Angebot hat hier dazu beigetragen, dass die Fahrgastzahlen schon im ersten Betriebsjahr deutlich angestiegen sind.“
Die Mitteldeutsche Regiobahn ist eine hundertprozentige Tochter der Veolia Verkehr GmbH. Die Zentrale ist in Leipzig, von hier aus agiert das Team unter Führung von Betriebsleiter Stephan Schreier.
Pressemitteilung Veolia Verkehr
Baubeginn am Tunnelbahnhof Halle-Neustadt
(Leipzig/Halle (Saale), 16. Oktober 2008) Mit der Enthüllung des Baustellenschildes gaben André Schröder, Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, und Jobst Paul, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Sachsen-Anhalt, den symbolischen Startschuss für den Beginn des Umbaus der unterirdischen S-Bahnstation in Halle-Neustadt. Diese wird mit finanziellen Mitteln des Bundes, des Landes und der Bahn bis zum Sommer des kommenden Jahres umgebaut und modernisiert.
„Wir sind froh, nun nach vielen Jahren des Verhandelns ein Zeichen zu setzen, damit die S-Bahn-Kunden künftig eine moderne und freundliche Station nutzen können. Und die Modernisierung des Bahnhofs ordnet sich gut in die städtebauliche Umgestaltung des Zentrums von Halle-Neustadt ein“, betonte Schröder. Paul ergänzte: „Nach fast 40 Jahren ist der ehrwürdigen Station ihr Alter anzusehen. Sie entspricht weder in ihrer Dimensionierung, noch in ihrem Erscheinungsbild dem, was Kunden heutzutage von einem modernen Verkehrsunternehmen erwarten können. Insbesondere für unsere mobilitätseingeschränkten Reisenden wird sich die Situation durch den Einbau von Aufzügen wesentlich verbessern.“
Mit einem Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro soll der Tunnelbahnhof komplett modernisiert werden. Bereits seit Anfang September ist der Bahnsteig 2 wegen der anstehenden Arbeiten gesperrt. Dieser kann bereits mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember wieder genutzt werden. Danach beginnen die bis 19. Mai 2009 dauernden Bauarbeiten am Bahnsteig 1. Nach Abschluss aller Restarbeiten steht den Reisenden im Sommer 2009 eine moderne und kundenfreundliche Verkehrsstation zur Verfügung.
Mit dem Abbruch des Gebäudes über dem Bahnsteigzugang „An der Magistrale/Zollrain“ wurde bereits begonnen. Hier entsteht eine neue Treppenüberdachung und es werden zwei Aufzüge eingebaut. Die Wände im Tunnel erhalten einen neuen Anstrich, neue Deckenverkleidungen und ein Blindenleitsystem gehören ebenfalls zur Ausstattung. Neben der Installation einer neuen Beschallungsanlage, Bahnsteigbeleuchtung und Kameraüberwachung werden auch die Belange des modernen Brandschutzes berücksichtigt. Ebenso erfolgt die Sanierung der Treppen an den Mittelaufgängen am Neustadt-Centrum. Der von hier weiterführende Bahnsteig bis zum ehemaligen Treppenaufgang „Am Bruchsee/Albert-Einstein-Straße“ ist stillgelegt und wird nicht mehr genutzt.
Die ursprüngliche Bahnsteiglänge resultiert aus der Zeit der „Leuna/Buna-Züge“, als mit Eröffnung des Bahnhofs im September 1969 lange Doppelstockzüge für den Berufsverkehr eingesetzt wurden. Heute halten hier die Züge der S-Bahn-Linie S 7, die zwischen Halle-Nietleben, Halle (Saale) Hauptbahnhof und Halle-Trotha unterwegs ist.
Pressemitteilung DB
Bahnhofsfest zum Geburtstag der Stadt Saalfeld
(Leipzig, 8. Oktober 2008) Mit einem Bahnhofsfest gratulieren die Deutsche Bahn AG und die Pächter im Bahnhof Saalfeld der Stadt Saalfeld (Saale) zu ihrem 800. Geburtstag. Am 12. Oktober wird es in der Zeit von 13 Uhr bis 17 Uhr ein buntes Treiben rund um das Empfangsgebäude in der Kulmbacher Straße geben. Gerd Tucholka, Leiter Bahnhofsmanagement Gera und Matthias Graul, Bürgermeister der Stadt Saalfeld (Saale) werden das Bahnhofsfest eröffnen. Auf der Veranstaltungsbühne am Bahnhofsvorplatz, gibt es den ganzen Nachmittag einen Mix aus Volksmusik, Comedy und Schlager. So wird zum Beispiel Leonard aus der Schweiz seine Schlagerhits präsentieren.
Ein Triebwagen der Baureihe 772, Eisenbahnfreunden besser bekannt als „Ferkeltaxe“, pendelt den ganzen Tag auf verschiedenen Streckenabschnitten zwischen Rottenbach und Neustadt (Orla). Der Triebwagen der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn (OBS) weckt Erinnerungen an vergangene Eisenbahnzeiten. Eine Mollibahn sorgt bei kleinen Besuchern für ein ganz besonderes Eisenbahnerlebnis. Für die Großen gibt es am Bahnsteig 1a eine Lok- und Fahrzeugausstellung und der Dampfsonderzug „Sormitztal-Express“ pendelt zwischen Saalfeld und Blankenstein. An einem DB Zugsimulator kann jeder selbst einmal Lokführer sein und am DB-Infostand bekommen die Besucher alle Informationen rund um die Angebote im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn. An weiteren Ständen informiert unter anderem die Bundespolizei zum Thema „Sicherheit an Bahnanlagen“.
Ein besonderes Geburtstagsgeschenk gibt es von dem Pächtern im Bahnhof. Sie fordern die Saalfelder Bürger und ihre Gäste heraus. „Schaffen es die Saalfelder zum Geburtstagsbahnhofsfest 800 Thüringer Bratwürste zu verzehren?“ Die Pächter stellen die Bratwürste kostenlos zur Verfügung. Auch darüber hinaus sorgen die Pächter für das leibliche Wohl der Gäste.
Bereits im Vorfeld zum Bahnhofsfest wurden die Saalfelder Kinder zu einem Malwettbewerb zum Thema: „Der Bahnhof in meiner Stadt“ aufgerufen. Die Jury gibt dann am 12. Oktober die Gewinner bekannt. Alle Bilder werden ausgestellt.
Der Bahnhof Saalfeld (Saale) wurde in den Jahren 2001 bis 2006 umgestaltet und modernisiert, er entspricht heute einer modernen Verkehrsstation für den Nah- und Fernverkehr der Bahn. Täglich halten hier 115 Regionalzüge und ICEs. Im Dienstleistungszentrum sind sieben Geschäfte und gastronomische Einrichtungen. Täglich kommen rund 5000 Reisende und Besucher zum Bahnhof.
Pressemitteilung DB
Aktuelle Meldungen aus der Tarifgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg
Derzeit liegen keine aktuellen Meldungen vor.
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